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Die Anthem of the Seas gehört für mich technologisch zu einem der außergewöhnlichsten Kreuzfahrtschiffe, denn an Bord gibt es unzählige Möglichkeiten, die es auf anderen Schiffen nicht gibt, aber dazu später mehr. Wir sind neun Tage von New York aus über die Bermudas in die Karibik gefahren und von dort aus wieder zurück zum Big Apple.

Angekommen in Bayonne, so heißt der Hafen von New York, der nicht direkt in Manhattan liegt, wartet schon die Anthem of the Seas auf uns. Bereits das dritte Mal ging es für mich auf die so genante Quantum-Class von Royal Caribbean, sodass die Vorfreude auf diese Reise besonders groß war.

Angekommen an Bord haben wir die Balkonkabine bezogen und den Blick auf die Skyline von New York genossen, denn vom Terminal aus sieht man die Freiheitsstatue im Vordergrund und dahinter liegt die beeindrucke Skyline Manhattans.

Nach einem ersten kleinen Rundgang hat die Anthem of the Seas auch schon gegen 16 Uhr den Hafen von New York verlassen und sich auf den Weg in Richtung Bermudas gemacht – mein Highlight der Reise!

Am ersten Seetag weckte uns das Meeresrauschen des Atlantiks, denn das Schlafen mit offener Balkontür ist definitiv immer wieder ein Highlight! Nach dem Aufstehen direkt die Meeresbrise zu spüren und anschließend auf der Außenterasse des Restaurants zu frühstücken – so beginnt ein herrlicher Seetag. Natürlich wird an Bord viel geboten, es gibt aber auch zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten – so z.B. das Solarium vorne am Bug des Schiffes, das nur für Gäste ab 16 Jahren zugänglich ist.

Am nächsten Morgen begrüßte uns der Tag mit der herrlichen Hafeneinfahrt auf den Bermuda Inseln. Das Ziel des Tages war der Horseshoe Bay, den man unkompliziert mit dem öffentlichen Bus für etwa 4€ pro Strecke erreicht. Der Geheimtipp ist jedoch, nicht direkt am Horseshoe Bay auszusteigen, sondern bis zur Haltestelle Warwick Bay zu fahren und zu Fuß etwa eine halbe Stunde direkt am Wasser zurück zu spazieren. Dieser Küstenabschnitt gehört definitiv zu den schönsten, die ich jemals gesehen habe. Anschließend belohnt der Horseshoe Bay mit kristallklarem Wasser mit einer angenehmen Abkühlung und Erholung am Strand. Zurück ging es auch wieder mit dem öffentlichen Bus, dessen Fahrt etwa 30 Minuten dauert.

Ein weiterer Seetag in Richtung St. Maarten stand auf dem Fahrplan, der mit traumhaftem Wetter gepunktet hat. 28 Grad, leichte Brise und wolkenfreier Himmel – was will man mehr auf dem Weg in die Karibik? Genug Zeit also, um das Schiff mit all den Vorzügen zu genießen und – natürlich – zu Essen! Aber dazu später mehr!

Am nächsten Mittag erreichten wir gegen 12 Uhr den Hafen von St. Maarten – dem ersten Ziel in der Karibik. Wir haben für etwa USD 8 eine Fahrt mit einem Sammeltaxi, das direkt am Terminal abfährt, zum Maho Beach unternommen. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Flugzeugstrand auf St. Maarten?! Klar: Es ist nicht der schönste Badestrand der Insel, jedoch gibt es hier ordentlich Spaß für Flugzeugfans, denn hier ist die Start- und Landebahn des internationalen Airports von St. Maarten nur wenige Meter vom Strand entfernt, sodass hier die großen Flugzeuge sehr niedrig über den Strand donnern, um wenige Meter weiter auf der Landebahn aufzusetzen. Wer einmal auf St. Maarten ist und sich etwas für Flugzeuge begeistern kann, sollte dies auf jeden Fall einmal erlebt haben. Falls die Begeisterung dafür fehlt, gibt es viele deutlich schönere Strände auf der Insel.

Nach etwa 1,5 Stunden sind wir mit einem Taxi für USD 25 wieder zurück nach Philipsburg und haben den vom Schiff in Sichtweite liegenden Strand besucht. Von hier aus genießt man neben dem türkisen Wasser auch den Blick auf die im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffe, die fußläufig in etwa 15 Minuten zu erreichen sind.

Am nächsten Tag haben wir den Strand gegen den Regenwald auf Puerto Rico eingetauscht. Hier haben wir nämlich den einzigen, über Royal Caribbean gebuchten, Ausflug auf dieser Reise unternommen und in etwa 4 Stunden den Regenwald der Insel für etwa 40€ besucht. Nach einer Stunde Fahrt erreichte der Minibus den Regenwald, in dem wir insgesamt drei Stopps hatten und unter anderem tolle Fotos mit dem Wasserfall machen konnten und von einem Turm über die Baumkronen der zahlreichen Pflanzen geschaut haben. Die Größe des Regenwaldes hat uns sehr beeindruckt, sodass wir den Ausflug durchaus weiterempfehlen können.

Der dritte und damit letzte Hafen der Karibik war Labadee in Haiti – das Privatresort von Royal Caribbean. Hier dürfen nur Schiffe des Konzerns anlegen, sodass dieser Hafen schon ein Highlight der Reise ist, da an Land sehr viel geboten wird und alles vom Schiff aus organisiert wird. So werden z.B. die Speisen und Getränke von Bord an Land gebracht, um die Gäste dort mit einem BBQ am Mittag zu versorgen und sogar die Getränkepakete vom Schiff werden in Labadee anerkannt. Ein Drink zwischendurch ist also gar kein Problem.

Letztes Mal haben wir bei besserem Wetter die Zipline ausprobiert, die dort das große Highlight ist, denn sie ist eine der längsten Ziplines der Welt. Das relativ kostspielige Erlebnis für etwa 90€ lohnt sich allemal, da die Aussicht großartig ist und das Erlebnis für immer in Erinnerung bleiben wird. Da diese Erinnerung vom letzten Mal noch sehr präsent ist, hatten wir uns für Erholung am Strand entschieden und die kostenfreien Liegen genutzt.

Nach den drei Tagen in der Karibik hatte sich die Anthem of the Seas mit zwei Seetagen wieder auf den Weg zurück nach New York gemacht – sogar mit 22 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit, da die Distanz nicht zu unterschätzen ist.

Zwei Tage auf See bei bestem Wetter bieten natürlich die Möglichkeit, das gesamte Schiff noch einmal auszuprobieren und auch die ganzen Highlights zu nutzen, wie z.B. AutoScooter, Bodyflying, Surfen oder auch NorthStar fahren. NorthStar? Was ist das eigentlich? Dies ist ein Schwenkarm, der die Gäste in 90 Meter Höhe über das Wasser bringt, sodass die Aussicht von dort oben über das Meer und auch das Schiff einzigartig ist. Auch die anderen Attraktionen machen sehr viel Spaß und lassen die Zeit wie im Fluge vergehen.

Zwei Seetage bringen natürlich auch sehr viel Zeit zum Essen in den verschiedenen Restaurants mit sich, sodass wir auch diese ausgiebig ausprobiert haben. Abends hatten wir einen reservierten Fenstertisch im Hauptrestaurant CHIC, das im Reisepreis inkludiert ist. Lediglich die Getränke müssen, wie überall auf dem Schiff, extra bezahlt werden. Eiswasser und verschiedene Limonaden gibt es auch kostenlos an Bord, Getränkepaket sind relativ kostspielig. Mittags und zum Frühstück haben wir auch das Buffet-Restaurant, das Solarium Bistro und das Two70 Café gerne genutzt und somit eine gewisse Abwechslung genossen. Geschmacklich war es auf dieser Reise etwas unter dem Niveau der letzten Reisen mit Royal Caribbean – dies ist natürlich nur eine Momentaufnahme und kann sich jederzeit wieder ändern.

Da erwähne ich das Two70 Café und erkläre gar nicht, was das Two70 überhaupt ist. Diese Location ist am Heck des Schiffes und mein absolutes Highlight auf dem Schiff, denn hier können abends zusätzlich zum klassischen Theater Veranstaltungen stattfinden und auch eine weitere Show, die mit ganz besonderen Effekten punktet. Tagsüber ist dies ein Café mit vermutlich der größten Glasfront auf den Weltmeeren.

Auch zwei Seetage vergehen schnell, sodass das die Reise wieder in New York endete und wir das Schiff im Hafen von Bayonne verlassen mussten. Mit Uber ging es für etwa USD 25 zum Flughafen Newark in New Jersey. Bei einer Abfahrt mit dem Schiff ab Bayonne ist dieser Flughafen deutlich besser gelegen, als der JFK Flughafen, der auf der anderen Seite von New York liegt.

Insgesamt war es eine schöne Reise auf der Anthem of the Seas mit tollen Zielen und einem sehr schönen Schiff. In den neun Tagen haben wir auf dieser Route einen sehr angenehmen Mix aus Entdeckung an Land und Erholung an Bord genossen und können diese Reise sehr weiterempfehlen.

Bei Interesse oder Fragen können Sie sich gerne an uns wenden – Wir sind jederzeit für Sie da.

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Maritime Grüße
Fa
bian Betzendahl