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Das fängt ja gut an! Bei der Fahrt durch den Oslofjord, vorbei an bewaldeten Bergen und zerklüfteten Ufern, haben Sie die Schönheit Norwegens immer vor Augen. Und wenn Sie nach 130 Kilometern Oslo zwischen Hügeln und Wäldern erblicken, wird Sie die einzigartige Lage vollends verzaubern. Damit nicht genug, in der Hauptstadt Norwegens geht es mindestens genauso traumhaft weiter. Vom Kai blicken Sie auf die Festung Akershus, wo früher König Håkon V. lebte. Überhaupt scheinen die Monarchen im Norden seit jeher mit einem erlesenen Geschmack gesegnet zu sein: Ob Karl Johans Gate, königliches Schloss, Nationaltheater, Osloer Oper, Universität oder Regierungsgebäude – alles wurde mit einer beeindruckenden Stilsicherheit gebaut.

Eines ist sicher: In Oslo sollten die Streichhölzer verboten werden. Nicht, weil die sowieso aus Schweden stammen. Vielmehr, weil in Oslo schon mehr als genug gezündelt wurde. Der Großbrand von 1624 legte fast die ganze Stadt in Schutt und Asche. Es war Christian der IV. aus Dänemark, der die Stadt wieder aufbauen ließ. Deshalb wurde sie sogar in Kristiana umbenannt. Der Name hielt sich immerhin ganze 300 Jahre, bis einem Beschluss des Stortinget (Parlament) im Jahre 1925 zufolge die ältere Bezeichnung Oslo wieder eingeführt wurde. Trotz zahlreicher weiterer Brandkatastrophen sind die weitsichtigen Pläne des Stadtgründers bis heute noch deutlich auszumachen. Oslo ist dank breiter Straßen, beschaulicher Gärten und ansehnlicher Gebäude eine der schönsten Städte des Nordens. Zwar findet man immer noch viele der typisch norwegischen Holzhäuser – in den dunklen, warmen Farben des Kiefernholzes oder frisch gestrichen in den Pastellfarben Pink, Gelb und Grün. Aber da sie durch Feuer sehr gefährdet sind, setzten sich allmählich doch die praktischeren Klinker- und Steinbauten durch. Ein Baustil, der zumindest den Mann von der Hausversicherung besser schlafen lässt. Besucher der Stadt sind zumeist tief beeindruckt, wenn sich Oslo am Ende der Fahrt durch den 130 Kilometer langen Oslofjord in Traumlage zwischen den Hügeln von Ekeberg, Holmenkollen und Grefsenkollen präsentiert. Wer dann noch das kulturelle Angebot und die vielen Museen erleben darf, ist augenblicklich Feuer und Flamme für Oslo. Bildlich gesprochen, versteht sich...

Wichtigstes Bauwerk aus dem Mittelalter ist die Festung Akershus auf der Halbinsel Akernes am Osloer Hafen, die man vom Kai aus sehen kann. Hier lebte einst Håkon der Fünfte, der um 1300 den Regierungssitz von Bergen und den Hauptstadtsitz von Trondheim nach Oslo verlegen ließ. Pulsader der Stadt ist seit mehr als 100 Jahren die Karl-Johans-Gate zwischen dem Stortinget und dem Königlichen Schloss. Auch das Nationaltheater, das Historische Museum, die Nationalgalerie, die 1811 gegründete Universität und das Regierungsgebäude liegen gleich in unmittelbarer Nähe. Wahrzeichen der Stadt ist und bleibt das monumentale Neue Rathaus, eine wuchtige Betonkonstruktion aus den Jahren 1931 – 1950, die mit dunkelrotem Backstein verkleidet wurde. Am sehenswerten Inneren mit reichem Freskenschmuck haben so bekannte norwegische Künstler wie Edvard Munch oder Per Krogh mitgewirkt. Überragt wird die Stadt von der weltbekannten Skisprungschanze „Holmenkollen“, auf der 1952 die ersten Olympischen Winterspiele in Norwegen stattfanden und auch noch heute jährlich der Weltcup Station macht. Das angrenzende Skimuseum informiert anschaulich über die 4000-jährige Geschichte des Skis und des Skisports. Ein Blick von der Schanze erklärt besser als tausend Worte, warum man einen anderen Beruf gewählt hat. Der Blick auf Oslo und den Fjord entschädigt aber allemal für den Weg nach oben. Einer der wohl erstaunlichsten Anblicke in Oslo sind die Skulpturen des Bildhauers Gustav Vigeland, die einen Spaziergang im Vigeland-Park zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Besonders der in der Mitte stehende 17 Meter hohe Monolith, der anhand von 121 Figuren den Lauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod darstellt, nimmt einen sofort gefangen.

Nur einige Busminuten vom quirligen Zentrum der Stadt entfernt, liegt die Museumsinsel Bygdöy. Hier befindet sich das zu Ehren von Thor Heyerdal errichtete Kon-Tiki-Museum, in dem das Floß zu bewundern ist, mit dem Heyerdal 1947 von Südamerika nach Polynesien segelte. Auch sein Strohboot „Ra II" hat hier einen festen Ankerplatz gefunden. Praktisch gleich nebenan befindet sich das Fram-Museum, in dem ein weiteres Zeugnis der großartigen seefahrerischen Vergangenheit des Landes und seiner Menschen ausgestellt ist. Die Attraktion hier ist das Polarschiff, mit dem Fridtjof Nansen seine Drift im Nordpolarmeer durchführte, und das im Original mit allen Einrichtungen und Ausrüstungsgegenständen bestaunt werden kann. Ganz in der Nähe auch das Wikingerschiffsmuseum, in dem drei etwa 20 Meter lange, nach ihren Fundorten benannte Boote ausgestellt sind: Gokstad-, Oseberg- und Tuneschiff wurden ganz in der Nähe des Oslofjords ausgegraben und stammen aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Wenn diese Holzplanken erzählen könnten...

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